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Autobatterie testen: So prüfen Sie Spannung und Ladezustand

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Die Lebensdauer einer Autobatterie beträgt im Schnitt zwischen 4 und 6 Jahren. Langstreckenfahrer haben häufig bessere Karten. Dennoch gehört eine schwache oder defekte Autobatterie laut ADAC zu den häufigsten Pannenursachen. Besonders Kälte setzt der Starterbatterie zu, sodass das Pannenrisiko steigt. Indem Sie Ihre Autobatterie regelmäßig testen, vermeiden Sie Startprobleme und unschöne Überraschungen. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Autobatterie richtig prüfen und den Ladezustand feststellen.

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Bildquelle: Ronny Rose – stock.adobe.com

Warum ist es wichtig, die Batterie zu testen?

Die Autobatterie versorgt nicht nur den Anlasser mit Strom, sondern auch zahlreiche elektrische Verbraucher wie Licht, Heizung, Infotainment und Assistenzsysteme. Lässt ihre Leistung nach, macht sich das oft schleichend bemerkbar. Häufig fällt eine schwache Batterie durch folgende Anzeichen auf:

  • Startprobleme
  • Flackernde Armaturen
  • Flackernde Beleuchtung
  • Fehlermeldungen im Bordcomputer
  • (Zeitweiser) Ausfall elektronischer Systeme

Wann ist es sinnvoll, die Spannung der Autobatterie zu prüfen? 

Indem Sie die 12-Volt-Batterie Ihres Autos regelmäßig testen, erhöhen Sie die Betriebssicherheit und verlängern die Lebensdauer der Autobatterie. Häufig lassen sich Pannen und Defekte vermeiden, wenn Sie Schwächen der Batterie frühzeitig erkennen und das Verschleißteil entweder rechtzeitig aufladen oder austauschen.

Sinnvoll ist ein Batterietest vor allem in folgenden Situationen:

  • Vor dem Winter, sobald die Temperaturen fallen
  • Während und nach längeren Standzeiten
  • Bei häufigen Kurzstreckenfahrten
  • Bei (wiederkehrenden) Startschwierigkeiten
  • Ab einem Alter von vier bis fünf Jahren
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Bildquelle: Osterland – stock.adobe.com

Wie lässt sich die Autobatterie testen ohne Messgerät?

Ein genauer Batterietest gelingt nicht ohne Hilfsmittel. Dennoch lassen sich durch verschiedene Beobachtungen Rückschlüsse auf den Zustand der 12V-Batterie ziehen. Folgende Anzeichen deuten auf eine nachlassende Batterieleistung hin:

  • Das Auto springt nicht an, der Motor startet langsamer als gewohnt oder Sie erkennen anderweitige Startschwierigkeiten.
  • Die Innenbeleuchtung wird beim Starten des Motors dunkler.
  • Elektrische Fensterheber reagieren nur träge.
  • Die Autoheizung heizt nur schwach oder verzögert.

Eine weitere Möglichkeit für einen Batterietest ohne Werkzeuge eröffnet Ihnen eine Wand im Dunkeln. Parken Sie Ihren Wagen, schalten Sie den Motor aus und das Abblendlicht ein. Wird der Lichtstrahl nach kurzer Zeit deutlich dunkler, ist die Ladung der Starterbatterie mit hoher Wahrscheinlichkeit schwach.

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Bildquelle: Mr.Stock – stock.adobe.com

Wie lässt sich die Autobatterie prüfen mit einem Multimeter?

Haben Sie ein Voltmeter oder Multimeter zur Hand, lässt sich die Spannung der Batterie genau bestimmen. Für die Messung lassen Sie Ihren Wagen am besten mehrere Stunden stehen, bevor Sie das Messgerät anschließen. Stellen Sie das Voltmeter oder Multimeter auf Gleichspannung (Volt) ein und schließen Sie die Messspitzen an den Plus- und Minuspol Ihres Kfz an. In der Regel schließen Sie das rote Kabel an den Pluspol und das schwarze Kabel an den Minuspol an.

Aus der Spannung lässt sich der ungefähre Ladezustand Ihrer Batterie ableiten. Folgende Tabelle zeigt Ihnen die wichtigsten Richtwerte:

Ladezustand in % Ruhespannung konventioneller Batterien in V Ruhespannung von AGM-Batterien in V
100 12,70 12,90
90 12,60 12,75
80 12,50 12,65
70 12,40 12,50
60 12,30 12,40
50 12,20 12,25
20 11,80 11,80
0 bis 10 10,50 10,50

Die Autobatterie kann im Ruhezustand einen guten Eindruck machen, unter Last jedoch versagen. Deshalb lohnt sich zusätzlich zur Messung der Ruhespannung ein Batterietest unter Last. Lassen Sie das Multimeter dafür angeschlossen, starten Sie den Motor und beobachten Sie die Spannung. Fällt sie kurzzeitig unter 9,6 Volt, sollte die Batterie ersetzt werden. 

Gut zu wissen: Einen professionellen Lasttest können Kfz-Werkstätten mithilfe eines speziellen Batterietesters durchführen. Das Gerät misst neben der Spannung den Ladezustand, die Startleistung und die Restkapazität.

Wann ist es sinnvoll, die Autobatterie zu laden oder zu ersetzen?

Das Ergebnis eines Batterietests kann bei der Entscheidung helfen, die Autobatterie zu laden oder zu ersetzen. Grundsätzlich lohnt sich ein Aufladen, wenn die Batterie schwach ist, aber über genügend Kapazität verfügt. Alte oder defekte Batterien sollten Sie hingegen zeitnah ersetzen, um einer Panne entgegenzuwirken.

Eine intakte Batterie hat im voll geladenen Zustand eine Spannung um die 12,8 Volt. Liegt die Batteriespannung zwischen 12,4 und 12,7 Volt, gilt der Ladezustand als ausreichend beziehungsweise normal. Erreicht die Batterie diese Werte nicht mehr oder fällt die Spannung nach kurzer Zeit unter 12 Volt, ist die Batterie nicht mehr funktionstüchtig und sollte getauscht werden.

Extra-Tipp: Starthilfe beim Auto funktioniert durch Überbrücken der leeren Batterie mit einem Spenderfahrzeug. Rotes Kabel zuerst am Pluspol der guten Batterie, dann der leeren anklemmen; schwarzes am Minuspol des Spenders und einer Masse des Empfängers. Spender-Motor starten, warten, Empfänger starten – Kabel umgekehrt abklemmen

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Bildquelle: johnalexandr – stock.adobe.com

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Bildquelle Titelbild: fotohansel

Jennifer ist Vielfahrerin und liebt es, bei guter Musik über den Asphalt zu rollen. Besonders heimisch fühlt sie sich auf den Autobahnen rund um Mannheim und Frankfurt. Ihr Herz gehört ihrem Ford Fiesta, der sie zuverlässig an jedes Ziel bringt. Wenn sie nicht gerade im Auto sitzt, schreibt sie mit Freude über alles, was vier Räder hat.

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