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Autoheizung richtig einstellen: So wird es schnell warm

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Ist es draußen kalt, wird die Autoheizung schnell zum wichtigsten Komfortmerkmal. Doch wie lässt sie sich richtig einstellen und wie wird das Auto am schnellsten warm? Wir erklären, wie Sie effizient heizen und beschlagene Scheiben vermeiden.

Wie funktioniert die Heizung im Auto?

Bei Benziner und Diesel nutzt die Autoheizung die Abwärme des Motors. Kühlwasser wird im Motor erwärmt und durch einen Wärmetauscher geleitet. Ein Gebläse bläst Luft darüber in den Innenraum. Deshalb zeigt die Autoheizung erst ihre volle Wirkung, wenn sich der Motor erwärmt hat. Ist es kalt, bleibt auch die Heizung wirkungslos.

Noch mehr Komfort: Viele moderne Fahrzeuge verfügen zusätzlich über eine Standheizung, Lenkradheizung und Sitzheizung. In den meisten Autos ist es zudem möglich, eine Standheizung nachzurüsten

Elektroautos erzeugen keine Motorwärme. Sie verfügen über eine elektrische Heizung, die sofort nach dem Start Wärme liefert und das Auto in kurzer Zeit aufheizt. Die Energie dafür stammt aus der Antriebsbatterie, weshalb sich die Reichweite reduziert.

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Bildquelle: SOLDATOOFF – stock.adobe.com

Wie stellt man die Heizung in Benziner und Diesel richtig ein?

Direkt nach dem Start ist der Motor bei Benziner und Diesel noch kalt. Deshalb lohnt es sich, einige Minuten zu warten, ehe Sie die Heizung einschalten. Da beschlagene und vereiste Scheiben ein Sicherheitsrisiko darstellen, drehen Sie die Heizung zunächst auf die maximale Temperatur. Stellen Sie das Gebläse auf Umluft und höchste Stufe. Richten Sie den Luftstrom ausschließlich auf die Frontscheibe.

Gut zu wissen: Beschlagene Scheiben resultieren häufig aus einer zu hohen Luftfeuchtigkeit im Innenraum. Besonders effizient ist es deshalb, wenn Sie die Klimaanlage einschalten. Sie entzieht der Luft Feuchtigkeit und sorgt für freie Sicht.

Sind die Scheiben frei, reduzieren Sie das Gebläse auf die mittlere Stufe und leiten die warme Luft in den Fußraum. Die warme, aufsteigende Luft erwärmt den Innenraum besonders schnell. Damit sich im Fahrzeug keine Feuchtigkeit ansammelt, schalten Sie von Umluft auf Frischluft.

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Bildquelle: Seventyfour – stock.adobe.com

Wie lässt sich ein Auto mit Standheizung im Winter vorwärmen?

Wer bei Eis und Schnee Auto fährt, sollte sein Fahrzeug nicht im Stand warmlaufen lassen. Einerseits ist es gesetzlich verboten, andererseits ist es umweltschädlich. Zudem dauert es im Stand länger, bis sich der Motor erwärmt, als während der Fahrt.

Möchten Sie in ein wohlig warmes Auto einsteigen, empfiehlt sich eine Standheizung. Viele Modelle lassen sich per Zeitschaltuhr, Fernbedienung oder App einschalten. Zusätzlich erwärmen viele Systeme auch den Motor, sodass der Kaltstart entfällt und die Mechanik geschont wird.

Wie stellt man die Autoheizung beim E-Auto richtig ein?

E-Autos verfügen über eine elektrische Heizung, die Energie aus der Antriebsbatterie bezieht. Je mehr Sie also heizen, desto stärker sinkt die Reichweite. Für Elektroautos ist es deshalb empfehlenswert, den Innenraum bereits während des Ladens zu klimatisieren. So bezieht das System die benötigte Energie aus dem Stromnetz und belastet nicht die Antriebsbatterie.

Um die Reichweite während der Fahrt möglichst wenig durch die Heizleistung zu reduzieren, können Sie einige Tipps beachten. Stellen Sie die Temperatur auf 20 bis 22 Grad Celsius ein, nutzen Sie den Umluftbetrieb und schalten Sie den Eco-Modus ein. Zudem können Sie die punktuelle Wärme von Sitz-, Lenkrad- und Scheibenheizung nutzen. Im Vergleich zum Gebläse heizen Sie mit diesen Systemen energieeffizienter und schonen die Antriebsbatterie.

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Bildquelle: uflypro – stock.adobe.com

Was ist beim Einstellen der Autoheizung zu beachten?

Egal, ob Verbrenner oder E-Auto: Einige Tipps lassen sich auf beide Fahrzeugtypen anwenden. So ist es in beiden System besonders energieeffizient, wenn Sie die Klimaautomatik nutzen. Viele Fahrzeuge verfügen über eine Mehrzonen-Regelung, die eine optimale Luftverteilung sicherstellt.

Als ideale Temperatur gelten 20 bis 22 Grad Celsius. Der Hintergrund ist, dass zu große Temperaturunterschiede müde machen und zu hohe Temperaturen die Schleimhäute austrocknen können. Zudem sind Sie sparsamer unterwegs, wenn Sie Ihr Fahrzeug nicht übermäßig aufheizen.

Vor allem auf Kurzstrecken ist die Nutzung von Scheiben-, Sitz- und Lenkradheizung empfehlenswert. Diese punktuellen Heizsysteme verbrauchen weniger Energie als das Gebläse und liefern in der Regel sofortige Wärme. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn sich der Motor auf kurzen Fahrtstrecken nicht optimal erwärmen kann.

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Bildquelle Titelbild: Viktor – stock.adobe.com

Yvonne Salmen ist Vielfahrerin und hat in ihrem Leben zahlreiche unterschiedliche Autos besessen. Von Fiat Bambino über Opel Astra, VW Golf und Hyundai Matrix bzw. i30 ist alles dabei. Am VW Käfer hat sie Reifenwechseln gelernt, und mit Autoschraubern kommt sie immer gern ins Gespräch. Autos mögen zwar ein Männerthema zu sein – ein Frauenthema sind sie aber auch!

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