Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich über 150.000 Carports in Deutschland neu verkauft bzw. gebaut werden. Kein Wunder, schließlich schützen sie unser heiliges Blechle vor der Witterung und werden von vielen Autobesitzern als günstigere Alternative zur Garage geschätzt. Der „Autohafen“ ist überdacht und an mindestens einer Seite offen. Aus welchen Materialien er besteht und welche Seiten offen sind, entscheiden Sie selbst. Wir erklären, worauf es beim Bau eines Carports ankommt, und liefern Antworten auf die zehn häufigsten Fragen.

1. Brauche ich für einen Carport eine Baugenehmigung?
Ob Ihr Carport genehmigungspflichtig ist, hängt von Größe und Bundesland ab. Kleinere Modelle brauchen in der Regel keine Genehmigung, während für größere Modelle eine Baugenehmigung nötig ist. Vor dem Bau lohnt es sich in jedem Fall, beim zuständigen Bauamt nachzufragen. Übrigens: Für die nach wie vor im Trend liegenden Solarcarports (Carports mit Solarpanels auf dem Dach) gibt es verschiedene Bundes- und Landesförderprogramme.
2. Welche Materialien eignen sich für einen Carport am besten?
Am häufigsten werden Holz, Aluminium und Stahl verwendet (Holz ist am beliebtesten). Der Werkstoff fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein, braucht aber regelmäßig Pflege. Carports aus Metall sind langlebiger und weitgehend wartungsfrei. Eine Kombination der Materialien kann Stabilität und Optik optimal verbinden.
Für sicheres Parken: Da ein offener Carport nicht zum Diebstahlschutz beiträgt, haben wir Ihnen in einem weiteren Beitrag hilfreiche Tipps zusammengestellt. Gleiches gilt für die häufigsten Fragen zum Parken.
3. Welche Dachformen kann ich wählen?
Für die Überdachung kommen Flachdach, Pultdach, Satteldach oder Walmdach in Frage. Neben der Optik sind vor allem die Neigung und Stabilität entscheidend, damit der überdachte Stellplatz Wind und Wetter standhält.
4. Wie groß sollten Einzelcarport und Doppelcarport ausfallen?
Möchten Sie ein Auto unterstellen, empfiehlt sich eine Breite von drei Metern, eine Länge von sechs Metern und eine Höhe von mindestens zwei Metern. Für einen Doppelcarport brauchen Sie entsprechend mehr Platz. Zusätzlich können Sie mehr Stauraum schaffen, zum Beispiel mit einem Schuppen oder Geräteraum.
5. Welches Fundament ist für einen freistehenden Carport üblich?
Kleinere Carports stehen oft auf einem Punktfundament. Jeder Pfosten ruht dabei auf einem eigenen Betonfundament. Fällt Ihr Carport größer oder schwerer aus, können Sie sich auch für ein Streifen- oder Ringfundament entscheiden. Damit das Ergebnis stabil und langlebig ausfällt, ist eine ebene und frostfreie Basis entscheidend.
Wussten Sie’s? Ein geschützter Parkplatz kann zum Werterhalt Ihres Wagens beitragen. Manche Kfz-Versicherungen gewähren sogar einen günstigeren Tarif.

6. Kann ich einen Carport selber bauen?
Viele Hersteller bieten Bausätze für Carports an, die sich mit handwerklichem Geschick selbst montieren lassen. Fundament, Statik und Ausrichtung müssen allerdings exakt stimmen, damit der Carport Ihren Wagen zuverlässig vor Schnee, Regen, Hagel und Sonne schützt. Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, können Sie den Aufbau einem Fachbetrieb überlassen.
7. Welche Abstände zur Grundstücksgrenze muss ich einhalten?
In vielen Bundesländern müssen Sie einen Abstand von mindestens drei Metern einhalten. Für kleine und vollständig offene Carports gelten teils Ausnahmen. Entscheidend ist die Landesbauordnung, weshalb sich vor dem Bau Ihres Carports eine kurze Rückfrage beim Bauamt empfiehlt.
8. Wie belastbar sollte ein Carport bei Schnee und Wind sein?
Deutsche Hersteller planen Carports nach regionalen Schneelast- und Windzonen. Üblich ist eine Schneelast von 80 Kilogramm pro Quadratmeter, die sich in schneereichen Regionen auf 125 Kilogramm pro Quadratmeter erhöht. Insgesamt bauen Sie lieber stabiler, wobei Sie besonders auf eine gute Statik Wert legen sollten.
Zusatznutzen: Unter einem Carport können Sie auch Ihren Anhänger, Ihr Motorrad oder Ihr Fahrrad geschützt abstellen. Bietet er genug Schatten, reduziert sich im Sommer außerdem die Hitze im Auto.

9. Was kostet ein Carport?
Die Preise für Carports variieren sehr stark – abhängig von Größe, Material und Ausstattung. Sie können den „Autohafen“ zudem selbst bauen, einen Bausatz verwenden oder einen fertigen Carport kaufen. Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick über die ungefähren Preise:
|
Carport-Typ |
Material |
Größe |
Preis |
|
Einzelcarport |
Holz |
3 x 6 Meter |
1.000 bis 2.500 Euro |
|
Doppelcarport |
Holz |
6 x 6 Meter |
2.000 bis 4.500 Euro |
|
Einzelcarport |
Aluminium |
3 x 6 Meter |
2.500 bis 4.000 Euro |
|
Doppelcarport |
Aluminium |
6 x 6 Meter |
4.000 bis 7.000 Euro |
|
Premium-Carport |
Stahl oder Glas |
Individuell |
Ab 8.000 Euro |
Vorsicht mit Nebenkosten: In der Regel gelten diese Preise für den Carport an sich. Hinzu kommen Kosten für das Fundament, das Dach oder die Montage. Außerdem können Sie gegen einen Aufpreis einen Abstellraum, einen Schuppen oder ein individuelles Design ergänzen.

10. Welche Pflege braucht ein Carport aus Holz oder Metall?
Zum Schutz vor der Witterung brauchen Carports aus Holz regelmäßig eine neue Schicht Lasur oder Lack. Carports aus Aluminium oder Metall sind pflegeleichter und lassen sich mit einem milden Reinigungsmittel und Wasser säubern. Damit Wasser ungehindert abfließen kann, sollten Sie das Dach regelmäßig von Laub, Moos und Algen befreien, insbesondere wenn es sich um ein Flachdach handelt.
Extratipp: In einem weiteren Beitrag gehen wir auf die zehn häufigsten Fehler in der SB-Waschanlage ein.
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