Die Leasingrückgabe bedeutet für viele Autofahrer Stress. Welche Schäden sind normal? Was wird teuer? Und was muss man beachten, um die Kosten möglichst gering zu halten? Wir erklären, wie die Rückgabe von Leasingfahrzeugen funktioniert, was die häufigsten Kostenquellen sind und wie Sie Ihren Wagen optimal vorbereiten, um teure Nachzahlungen möglichst zu vermeiden. Los geht’s!
Wie viel muss in der Regel bezahlt werden bei der Leasingrückgabe?
Im Schnitt liegen die Kosten einer Leasingrückgabe – wenn überhaupt eine Nachzahlung anfällt – meist im Bereich von einigen hundert Euro, viele Auswertungen und Ratgeber nennen dabei etwa 300 bis 500 Euro bzw. grob um 500 Euro als typische Größenordnung. Eine Umfrage unter Privatkunden zeigt zudem, dass rund 47% der Leasingnehmer bei der Rückgabe gar nichts nachzahlen, während der Rest überwiegend im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich bleibt.

Wie läuft eine Leasingrückgabe ab?
Neigt sich Ihr Leasingvertrag dem Ende, geben Sie das geleaste Fahrzeug zum Ende der Laufzeit an Ihren Leasinggeber zurück. Dafür vereinbaren Sie einen festen Rückgabetermin zur Prüfung des Leasingfahrzeugs. In der Regel untersucht ein Gutachter den Wagen auf Gebrauchsspuren und Schäden. Er prüft auch den Kilometerstand, die Wartungsnachweise, das Reifenprofil, die Vollständigkeit des Zubehörs und den inneren sowie äußeren Gesamtzustand.
Gut zu wissen: Die Bewertung erfolgt anhand eines Kriterienkatalogs. Allerdings gibt es keine objektiven Kriterien, wenn es beim Leasing um die Frage nach übermäßiger Abnutzung geht. Die Feststellung des Minderwerts beim Kilometerleasing oder des Restwerts beim Restwertleasing bilden daher häufig Streitpunkte zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber.
In der Regel erhalten Sie ein Übergabeprotokoll, das alle festgestellten Mängel auflistet. Lesen Sie dieses Protokoll unbedingt sorgfältig durch, bevor Sie es unterschreiben. Auf Basis dieses Protokolls werden die Reparaturkosten und die Nachzahlung berechnet, beispielsweise für Reparaturen an der Karosserie, fehlendes Zubehör oder mehrgefahrene Kilometer.
Tipp: Manchmal ist nach dem Leasing auch eine Leasingübernahme möglich.
Was gilt bei der Leasing-Rückgabe als normaler Verschleiß?
Nicht alle Mängel, die am Leasingfahrzeug sichtbar sind, führen automatisch zu Mehrkosten. Sie müssen das Fahrzeug nicht in neuem Zustand zurückgeben. Allerdings sollte der Zustand dem Alter und einer sorgfältigen Nutzung entsprechen. Zu den normalen Gebrauchsspuren gehören unter anderem folgende Aspekte:
- Leichte Kratzer im Bereich der Türgriffe
- Leichter Steinschlag an der Front
- Leichte Abnutzung der Sitze
- Kleine Gebrauchsspuren im Innenraum
- Reifenverschleiß im üblichen Rahmen

Was gilt bei der Rückgabe als Schaden?
Werden Mängel am geleasten Fahrzeug nicht als Gebrauchsspuren, sondern als Schaden eingestuft, kommt häufig eine Nachzahlung auf Sie zu. Als Schäden zählen bei der Leasing-Rückgabe unter anderem folgende Aspekte:
- Tiefe Kratzer im Autolack und großflächige Lackschäden
- Dellen und Beulen in der Karosserie
- Risse in der Verkleidung
- Kaputte Polster im Innenraum
- Beschädigte oder zerkratzte Felgen
- Fehlendes Zubehör
- Großflächige Korrosion
Lesetipp: In einem weiteren Beitrag verraten wir Ihnen fünf Tipps für die Felgenreinigung.

Wie lässt sich eine hohe Nachzahlung beim Leasing vermeiden?
Damit die Fahrzeugrückgabe entspannt und günstig bleibt, lohnt sich eine gute Vorbereitung und eine sorgfältige Aufbereitung des Autos. Wichtig ist eine gründliche Reinigung von Innenraum und Exterieur. Ein gepflegter Wagen macht einerseits einen besseren Eindruck. Andererseits fallen viele kleine Mängel erst nach einer ordentlichen Reinigung auf.
Schon während der Nutzung beachten: Leasinggeber erwarten ein vollständiges Serviceheft, das die Durchführung regelmäßiger Inspektionen und Wartungen belegt. Fehlende Wartungen werden teuer nachberechnet. Aus diesem Grund sollten Sie die vereinbarten Intervalle unbedingt einhalten.
Stellen Sie kleinere Schäden wie Lackkratzer, Dellen, zerkratzte Felgen oder Kratzer in der Windschutzscheibe fest, können Sie diese vorab beseitigen lassen. Empfehlenswert sind unter anderem Smart Repair und eine Felgenreparatur, da beides oft günstiger ausfällt als die Rechnung des Leasinggebers. Auch das Profil der Reifen sollten Sie prüfen und mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofil vergleichen.
Achten Sie außerdem auf vollständiges Zubehör und ergänzen Sie verlorenes oder kaputtes Zubehör vor der Rückgabe. In der Regel werden Zweitschlüssel, Warndreieck und Verbandskasten sowie das Serviceheft erwartet. Bei Elektroautos kommt das Ladekabel hinzu.
Vorab Gutachten in Anspruch nehmen: Um einen Überblick über mögliche Kostenpunkte zu erhalten, lohnt sich in vielen Fällen ein professioneller Vorabcheck. Er findet vor der offiziellen Rückgabe an den Leasinggeber statt. Oftmals erhalten Sie einen Kostenvoranschlag für Reparaturen und eine Prognose des Einsparpotenzials. Indem Sie den Wagen vorab prüfen lassen, können Sie in vielen Fällen Kosten bei Rückgabe sparen.

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