Motor überhitzt: Ursachen, Anzeichen und was Sie tun sollten
Ein überhitzter Motor ist kein kleines Ärgernis, sondern ein ernstes Warnsignal. Steigt die Motortemperatur zu stark an, können teure Folgeschäden entstehen, zum Beispiel an der Zylinderkopfdichtung, am Kühler oder sogar am gesamten Motor. Deshalb ist es wichtig, die Anzeichen früh zu erkennen und im Ernstfall richtig zu reagieren.
Warum kann ein Motor überhitzen?
Der Motor eines Autos erzeugt bei jeder Fahrt Wärme. Damit er nicht zu heiß wird, sorgt das Kühlsystem dafür, dass die Temperatur im normalen Bereich bleibt. In modernen Fahrzeugen liegt die Betriebstemperatur meist zwischen 75 und 105 Grad Celsius. Funktioniert die Kühlung nicht richtig, steigt die Temperatur weiter an und der Motor überhitzt.
Eine der häufigsten Ursachen ist zu wenig Kühlmittel. Ohne ausreichend Kühlflüssigkeit kann die Wärme nicht richtig abtransportiert werden. Auch ein defekter Thermostat, eine beschädigte Wasserpumpe oder ein verstopfter Kühler können dazu führen, dass das Kühlsystem versagt. Zusätzlich können undichte Schläuche, ein kaputter Kühlerlüfter und ein zu niedriger Ölstand begünstigen, dass der Motor überhitzt.

Lesetipp: In einem weiteren Beitrag verraten wir Ihnen zehn Mythen zum Ölwechsel.
Wie erkennt man einen überhitzten Motor?
Eine Motorüberhitzung kündigt sich oft deutlich an. Ein erstes Signal ist die steigende Temperaturanzeige im Armaturenbrett. Auch Dampf oder Qualm aus dem Motorraum, ungewöhnliche Geräusche oder eine plötzlich abfallende Motorleistung sollten Sie ernst nehmen. In manchen Fällen riecht es zudem nach heißem Kühlmittel oder verbranntem Öl.
Ignorieren Sie diese Anzeichen auf keinen Fall. Fahren Sie mit einem überhitzten Motor weiter, riskieren Sie teure Folgeschäden. Neben großen Reparaturen kann im Extremfall Brandgefahr bestehen, wenn die Temperatur im Motor zu lange über dem Normalbereich liegt.
Wie sollte man bei einem überhitzten Motor während der Fahrt reagieren?
Bemerken Sie während der Fahrt, dass Ihr Motor zu warm wird, sollten Sie sofort reagieren. Um Wärme aus dem Motorraum abzuführen, schalten Sie das Heizgebläse in der Fahrzeugkabine auf die wärmste und höchste Stufe. Orientieren Sie sich anschließend und halten Sie bei der nächsten sicheren Gelegenheit an.
Tipp für Autofahrer: Auch bei schweren Gewittern ist das richtige Verhalten im Auto entscheidend.
Haben Sie Ihr Fahrzeug abgestellt, lassen Sie den Motor für einige Minuten im Stand weiterlaufen. Das Heizgebläse lassen Sie ebenfalls eingeschaltet. Stellen Sie den Motor anschließend ab und warten Sie rund 30 Minuten, bevor Sie die Motorhaube öffnen. Da Verbrennungsgefahr besteht, sollten Sie die Motorhaube erst öffnen, wenn kein Qualm, Dampf oder starke Hitze mehr austreten.
Öffnen Sie dann vorsichtig den Kühler oder den Kühlwasserbehälter und prüfen Sie den Kühlmittelstand. Ist er zu niedrig, können Sie Kühlwasser bis zur Markierung nachfüllen. Wichtig ist, dass Sie nur dann weiterfahren, wenn der Motor abgekühlt ist und nach dem erneuten Anschalten auch im normalen Temperaturbereich bleibt.

Wichtig zu wissen: Im Notfall können Sie eine kurze Strecke mit eingeschalteter Autoheizung zurücklegen. Das ersetzt allerdings keine Reparatur und kann zu Schäden am Motor führen. Im Idealfall sollten Sie mit einem überhitzten Motor nicht weiterfahren und schnellstmöglich eine Werkstatt aufsuchen. Alternativ können Sie zum Beispiel die ADAC Pannenhilfe rufen.
Welche Folgen kann eine Überhitzung des Motors haben?
Eine längere Überhitzung kann gravierende Schäden verursachen. Besonders gefährdet sind die Zylinderkopfdichtung, der Zylinderkopf und empfindliche Motorteile, die sich bei zu hoher Temperatur verziehen oder reißen können. Im schlimmsten Fall droht ein Motorschaden.
Auch wenn das Fahrzeug nach dem Abkühlen zunächst wieder normal läuft, sollte die Ursache unbedingt geprüft werden. Eine einmalige Überhitzung kann bereits versteckte Schäden hinterlassen, die später teure Reparaturen nach sich ziehen.
Wie kann man einem überhitzten Motor vorbeugen?
Um einer Überhitzung des Motors vorzubeugen, sollten Sie Ihrem Wagen regelmäßig Aufmerksamkeit schenken. Prüfen Sie regelmäßig den Kühlmittelstand und achten Sie auf sichtbare Lecks. Diese erkennen Sie in der Regel daran, dass Flüssigkeiten austreten und Pfützen unter Ihrem Auto bilden. Lassen Sie bei der Wartung außerdem Kühler, Thermostat, Wasserpumpe und Kühlerlüfter kontrollieren.

Wussten Sie’s? Indem Sie regelmäßig Ihre Autobatterie testen, können Sie das Risiko für eine plötzliche Panne reduzieren.
Wichtig ist auch, dass der Ölstand stimmt. Motoröl dient zur Schmierung der Motorkomponenten. Ist der Ölstand zu niedrig, erhöht sich die Reibung und die Temperatur im Motorraum kann steigen. Vermeiden Sie außerdem dauerhafte Überlastungen, zum Beispiel durch zu hohe Drehzahlen, lange Staus bei Hitze oder schwere Anhängelast ohne ausreichende Kühlung. Eine regelmäßige Inspektion und Wartung sind der beste Schutz gegen teure Überraschungen.
Schon gewusst? Nicht nur der Motor sollte sich in einem guten Zustand befinden. Auch Karosserieschäden sollten Sie zeitnah reparieren. Bei Kfzbleche24.de finden Sie zu diesem Zweck hochwertige Reparaturbleche, die Ihnen eine kostengünstige Reparatur ermöglichen.
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