Die Hohlraumversiegelung am Auto ist eine entscheidende Schutzmaßnahme, die der Karosserie Schutz vor Rost und Korrosion bietet. Indem Sie die Versiegelung regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf erneuern, investieren Sie in die Sicherheit, die Langlebigkeit und den Wert Ihres Kfz. Damit das Vorhaben gelingt, fassen wir Ihnen die zehn wichtigsten Tipps zum Thema Hohlraumversiegelung zusammen.
Tipp 1: Eine Hohlraumversiegelung ist immer sinnvoll
An der Karosserie schützt eine Versiegelung alle Hohlräume, in die potenziell Wasser und Feuchtigkeit eindringen können. Sie ist wichtig, weil sich Rost oft von innen ausbreitet – zum Beispiel an den Türsäulen, Schwellern, Radläufen und Trägern. Sind gefährdete Stellen sorgfältig versiegelt, sinkt das Risiko für die rote Fleckenkrankheit deutlich.
Tipp 2: Wählen Sie das richtige Mittel
Wie bei der Wahl der richtigen Glühbirne für Ihr Auto kommt es bei einer Hohlraumversiegelung auf das richtige Produkt an. Im Fachhandel finden Sie Versiegelungen auf Basis von Wachs, Fett und Öl. Wachs ist die erste Wahl bei Neuwagen. Obwohl es in der Anwendung aufwendiger ist, bleibt Fett allerdings geschmeidiger.

Tipp 3: Beachten Sie die Kriechfähigkeit
Eine einwandfreie Hohlraumversiegelung erreicht sämtliche Spalten und Falzen. Gute Mittel sind deshalb extrem dünnflüssig und verteilen sich hervorragend über die Karosserie.
Zusatztipp: Auch beim Gebrauchtwagenkauf sollten Sie einiges beachten. Wichtig ist vor allem eine Prüfung der FIN-Nummer, um die Echtheit des Fahrzeugs sicherzustellen.
Tipp 4: Setzen Sie bei beginnender Korrosion einen Rostumwandlern ein
Ältere Automobile kommen nur selten ohne rostende Stellen aus. Bevor Sie ein Schutzmittel auftragen, empfiehlt sich deshalb ein Rostumwandler. Er stoppt den Rostprozess und macht die Versiegelung somit effektiver. Dieser Schritt lohnt sich vor allem bei Youngtimern und Oldtimern, die Sie bestmöglich erhalten und erfolgreich durch den TÜV bringen möchten.
Tipp 5: Nehmen Sie einen sorgfältigen Hohlraumschutz vor
Mit etwas Geschick können Sie die Hohlräume an der Karosserie Ihres Kfz selbst versiegeln. Nehmen Sie sich dafür unbedingt Zeit, legen Sie alle notwendigen Utensilien bereit und arbeiten Sie sich Stück für Stück voran. Das Mittel Ihrer Wahl sollte alle Spalte erreichen und sich gleichmäßig verteilen.

Tipp 6: Scheuen Sie keine Kosten
Sind die Hohlräume schwer zugänglich oder möchten Sie kein Risiko eingehen, empfiehlt sich der Besuch einer Fachwerkstatt in Ihrer Nähe. Die Kosten für eine vollständige Versiegelung beginnen bei rund 600 Euro, wenn Sie einen Kleinwagen fahren. Ist Ihr Auto größer, steigen Aufwand und Preis entsprechend.
Übrigens: Auch bei Problemen mit den Bremsen sollten Sie keine Kosten scheuen und schnellstmöglich in die Werkstatt fahren – zu Ihrer eigenen Sicherheit und der Sicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer.
Tipp 7: Halten Sie Wasserabläufe immer frei
Verschließen Sie aus Versehen Belüftungsöffnungen und Wasserabläufe, bewirken Sie mit einer Hohlraumversiegelung genau das Gegenteil: Sie schließen Feuchtigkeit ein, die langfristig zu Rost führen kann. Zudem können auch beschlagene Scheiben eine Folge von Feuchtigkeit im Fahrzeuginneren sein. Abläufe und Lüftungsöffnungen sind deshalb immer freizuhalten.
Tipp 8: Handeln Sie lieber früher als spät
Mit einer Hohlraumversiegelung möchten Sie das Rostrisiko senken. Hat sich die rote Fleckenkrankheit allerdings schon ausgebreitet, setzt ihr auch die beste Versiegelung nichts entgegen. Handeln Sie deshalb präventiv und erneuern Sie den Schutz lieber zu früh als zu spät.
Schon gewusst? Ähnliches gilt auch für die Autobatterie. Bemerken Sie Anzeichen für Probleme, prüfen Sie die Spannung möglichst zeitnah, um eine Autopanne zu vermeiden.
Tipp 9: Kontrollieren Sie die Versiegelung der Hohlräume regelmäßig
Auch regelmäßige Kontrollen wirken als Prävention gegen Rost. Da die Autokarosserie ständig in Bewegung ist, entstehen mit der Zeit feine Risse, die einer erneuten Versiegelung bedürfen. Die Kontrolle können Sie mit Ihrer jährlichen Inspektion kombinieren oder mindestens alle zwei bis drei Jahre durchführen.
Tipp 10: Erneuern Sie den Korrosionsschutz nach Schweißarbeiten
Hohe Temperaturen können Versiegelungen auf Wachs-, Fett- und Ölbasis beschädigen. Haben Sie an Ihrem Kfz Schweißarbeiten durchgeführt oder durchführen lassen, ist im betroffenen Bereich auch eine Erneuerung der Hohlraumversiegelung wichtig.

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