Autopflege

7 Tipps rund ums Wischwasser nachfüllen

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Klare Sicht ist ausschlaggebend, um sicher mit seinem Fahrzeug unterwegs zu sein. Neben der Beleuchtung sind saubere und streifenfreie Front- und Heckscheiben sowie einwandfreie Außenspiegel hierfür entscheidend. Doch worauf sollte man achten, wenn’s ums Wischwasser nachfüllen geht? Und was sind absolute No-Gos?

Wir klären auf – mit 7 Tipps rund ums Wischwasser nachfüllen – natürlich auf Deutschlands Automagazin Benzingeflüster. Sie haben einen Themenvorschlag für unser Blog? Dann melden Sie sich gerne bei uns via E-Mail. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu lesen.

Wischwasser entfernt Staub, Insekten, Pollen, Vogelkot und Straßenschmutz von den Autoscheiben (im Winter auch noch Salz und schmieriger Straßenfilm). Viele Autofahrer nutzen lediglich Leitungswasser, es gibt jedoch spezielle Sommer- und Winterreiniger. Eine funktionierende Scheibenwaschanlage ist sicherheitsrelevant.

1. Wo kommt das Wischwasser hinein?

Öffnen Sie zunächst die Motorhaube und suchen Sie den Behälter der Scheibenwaschanlage. Verwendetes Symbol auf dem Deckel: Windschutzscheibe mit Wasserstrahlen. Bei vielen Fahrzeugen ist der Verschluss außerdem blau, darauf sollten Sie sich jedoch nicht ausschließlich verlassen, da die Farbgebung je nach Hersteller und Modell unterschiedlich sein kann.

Achten Sie unbedingt darauf, den Scheibenwaschbehälter nicht mit dem Behälter für Kühlerfrostschutz, Bremsflüssigkeit oder andere Betriebsstoffe zu verwechseln.

Wischwasser nachfüllen - 3
Bildquelle: ninefotostudio – stock.adobe.com

2. Wann muss das Wischwasser nachgefüllt werden?

Ist der Wischwasserbehälter leer, erscheint bei vielen modernen Fahrzeugen eine Warnmeldung bzw. Kontrollleuchte. Es gibt aber auch Autos, bei denen keine Füllstandswarnung verbaut ist. Prinzipiell gilt die Merkregel: Nicht erst nachfüllen, wenn nichts mehr kommt.

Besser: Kontrollieren Sie den Stand bereits dann, wenn nur noch wenig Flüssigkeit aus den Düsen kommt. Auch vor längeren Autobahnfahrten oder Reisen lohnt sich ein Check. Gerade im Winter kann der Spritzwasserwerbrauch durch Salz und Spritzwasser erheblich steigen.

3. Kann man einfaches Wasser als Wischwasser verwenden?

Bei milden Temperaturen kann klares Wasser im Notfall kurzfristig ausreichen. Dauerhaft ist es jedoch keine gute Lösung: „Normales Wasser“ entfernt Fett, Insektenreste und Straßenschmutz schlechter und bietet keinen Frostschutz.

Moderner Scheibenreiniger enthalten außerdem unter anderem Tenside und saisonal abgestimmte Zusätze (siehe unten), die für eine bessere Reinigungswirkung sorgen.

So funktioniert es: Wischwasser richtig nachfüllen

  1. Motorhaube öffnen und Scheibenwaschbehälter finden.
  2. Verschluss öffnen und Wischwasser einfüllen.
  3. Bei Konzentrat das vorgeschriebene Mischungsverhältnis beachten, Fertigmischung kann direkt eingefüllt werden.
  4. Behälter wieder sicher verschließen.
  5. Scheibenwaschanlage kurz betätigen und Funktion prüfen.

Tipp: Ein kleiner Trichter verhindert, dass Wischwasser oder Reiniger danebenläuft und im Motorraum landet.

4. Wie viel Frostschutz gehört ins Scheibenwischwasser?

Der ADAC empfiehlt, Konzentrat möglichst so zu mischen, dass es bis etwa -20 °C schützt. Viele Produkte lassen je nach Mischungsverhältnis Schutzbereiche zwischen ungefähr -10 und -30 °C zu. Wichtig: Das Mischungsverhältnis nicht schätzen, sondern immer die Herstellerangaben auf der Verpackung beachten und nicht nach Gefühl mischen.

Je nach Produkt können Konzentration und erreichbarer Frostschutz deutlich variieren.

Scheibenreiniger sollte nicht stärker als empfohlen angemischt werden. Eine zu hohe Konzentration kann die Reinigungsleistung sogar verschlechtern, Schlieren verursachen und unnötig teuer sein. Obacht: Zu viel Konzentrat kann einen hartnäckigen Schmierfilm auf der Scheibe hinterlassen.

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Bildquelle: Ralf Geithe – stock.adobe.com

5. Was tun, wenn das Wischwasser einfriert?

Ist das Wischwasser eingefroren, sollten Sie die Anlage nicht mit Gewalt auftauen. Kochendes Wasser, Heißluftföhn oder andere starke Wärmequellen können Kunststoffteile, Schläuche oder den Behälter beschädigen. Auch die Pumpe sollte niemals wiederholt betätigt werden, solange die Anlage eingefroren ist.

Am besten stellen Sie das Fahrzeug an einen frostfreien Ort und lassen die Scheibenwaschanlage langsam auftauen. Anschließend sollte eine ungeeignete Sommermischung möglichst entfernt und durch Winter-Wischwasser mit ausreichendem Frostschutz ersetzt werden. Auch Sonax rät davon ab, eingefrorene Anlagen mit Föhn oder Heißluftgebläse aufzutauen.

Friert die Scheibenwaschanlage ein, kommt häufig zunächst keine Flüssigkeit mehr aus den Düsen. Bei starkem Frost können außerdem Schläuche, Pumpe oder sogar der Behälter beschädigt werden. Wichtig: Beheizte Waschdüsen ersetzen keinen Frostschutz, da Leitungen und andere Bauteile der Anlage in der Regel nicht vollständig beheizt sind.

6. Fehlersuche: Wenn das Wischwasser nicht mehr spritzt

Der Wischwasserbehälter ist voll, aber beim Betätigen des Hebels herrscht trotzdem tote Hose? Häufig sind dann die Düsen verschmutzt oder vereist, die Leitungen verstopft oder ein Schlauch hat sich gelöst. Auch eine defekte Sicherung oder Waschwasserpumpe kommt infrage. Der ADAC empfiehlt, verschmutzte Düsen zunächst vorsichtig zu reinigen, da bereits kleine Ablagerungen den Wasserstrahl deutlich beeinträchtigen können.

7. Kann ich Wischwasser selbst herstellen?

Rezepte mit Spülmittel, Glasreiniger, Spiritus oder Essig gibt es viele. Solche Hausmittel sind jedoch nicht speziell für Fahrzeugmaterialien und Scheibenwaschanlagen entwickelt. Sie können schäumen, Schlieren verursachen oder im Winter zu wenig Frostschutz bieten.

Professionelle Scheibenreiniger-Flüssigkeiten sind deshalb meist die sicherere Wahl und reinigen zuverlässiger. Dabei sind sogenannte Sommerreiniger vor allem auf Insektenreste, Pollen, Baumharz, Vogelkot sowie Fett- und Schmutzfilme abgestimmt. Winterreiniger lösen zusätzlich Streusalz und winterlichen Straßenschmutz und enthalten Frostschutz für Minusgrade.

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Bildquelle Titelbild: TOPIC – stock.adobe.com

Jennifer ist Vielfahrerin und liebt es, bei guter Musik über den Asphalt zu rollen. Besonders heimisch fühlt sie sich auf den Autobahnen rund um Mannheim und Frankfurt. Ihr Herz gehört ihrem Ford Fiesta, der sie zuverlässig an jedes Ziel bringt. Wenn sie nicht gerade im Auto sitzt, schreibt sie mit Freude über alles, was vier Räder hat.

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